Zwei 13-Jährige starten beim Leonardo-Award
"Wiesbaden am Computer erleben" heißt das Schülerprojekt mit dem die beiden 13-jährigen Jungs Dominik Thüsing und Marvin Gabler beim Leonardo-Schul-Award 2009 an den Start gehen.
Die beiden Schüler haben dazu eine Power-Point-Präsentation mit Informationen über Wiesbaden entwickelt, in der man Wissenswertes über die Stadt, Tipps zu Ausgehmöglichkeiten und eine Menge an Fotos sehen kann. Unterschiedliche Sehenswürdigkeiten, wie das Kurhaus oder der hessische Landtag werden anhand eines kleinen Textes beschrieben. Die Informationen dafür haben sie sich aus dem Internet geholt.
Zahlen und Fakten
Außerdem haben die beiden ein Wiesbaden-Quiz, das man online als Excel-Datei abrufen kann, konzipiert. Dort werden Zahlen und Fakten rund um Wiesbaden abgefragt: "Wie hoch ist die Marktkirche?" oder "Wie lange gibt es die Nerobergbahn schon?". Den Teilnehmern winken Preise wie etwa ein Ipod Nano, Restaurant- oder Hotelgutscheine. Die Projektidee kam den beiden Freunden während eines Schüleraustausches in Montreux, wo sie den Schweizer Schülern Wiesbaden vorstellen sollten.
Ziel des Projektes sei es, Neuzugezogenen und Fremden die Möglichkeit zu geben, sich über ihre neue Heimatstadt informieren zu können. Deshalb haben sie auch Flyer im Einwohnermeldeamt verteilt und die Präsentation in drei Sprachen übersetzt: Englisch, Französisch und Chinesisch. Seit zwei Jahren nimmt Dominik privaten Chinesischunterricht, dort bekam er Hilfe beim Übersetzen der Texte. "Am Anfang hatte ich großen Zweifel, ob wir das alles so hinbekommen, aber mittlerweile bin ich sehr zufrieden", berichtet Dominik, der die achte Klasse des Gutenberg-Gymnasiums besucht.
Wie man eine Internetseite erstellt, das hat Dominik in diversen Computerintensivkursen gelernt, die er während seiner Schulferien besucht hat. Unterstützt werden die beiden von ihren Lehrern und den Eltern.
Dass es sich um ein sehr zeitintensives Projekt handelt, merkten Marvin und Dominik schnell. "Die ersten vier Wochen haben wir vier Stunden täglich an dem Projekt gearbeitet, jetzt, da wir mehr Routine haben, nur noch anderthalb Stunden täglich", sagt Projektleiter Dominik.
Sich intensiv mit Wiesbaden auseinanderzusetzen und sich selbst ein Bild von der Landeshauptstadt zu machen, hat den beiden Jungen großen Spaß gemacht. "Ich mag Wiesbaden, aber ich würde gerne mehr Modernität hineinbringen", sagt Dominik.
Eine Leonardo-Platzierung unter den ersten Drei wünscht sich Dominik schon, was er mit dem Preisgeld anstellen würde, darüber hat er sich aber noch keine Gedanken gemacht.
Die Präsentation und das Quiz finden Sie im Internet: www.erlebe-wiesbaden.de

